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Leerstand in Innsbruck und Leerstandnutzung

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Aberhunderte Leute, Familien, StudentInnnen, ArmutsmigrantInnen und Obdachlose suchen eine finanzierbare Wohnung. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Geringverdienern erscheint die

Suche nach einer Wohnung als vergebliche Liebesmüh. Aberhunderte Wohnungen stehen einfach leer, weil sie als Investitionen und als Spekulationsobjekt verwendet werden. Das bringt

Geld, sehr viel Geld. Vielen scheint dieses System ohnehin als moralisch verwerfbar. Enorm viel Leerstand, verzweifelte Versuche der Politik dies mit (lächerlich geringen) Leerstandsabgaben in den Griff zu bekommen werden absehbar nichts ändern und scheitern.

Auch das Klagen ob der Eigentumsideologie (suum cuique / Eigentum, vor allem übergoßes Eige ntum ist heilig und unantastbar) hilft den Wohnungslosen sehr wenig. In diesem Sinne versuchen wir als VG Waldhüttl durchaus mit Unterstützung des polit Wohnungs und Sozialreferenten Georg Willi Wohnbaugesellschaften nach Leerstand und Anfrage um Zwischennutzung abzuklappern.

Und nun zur Erfolgsmeldung: Wir hatten Glück bei der NHT (Neuen Heimat Tirol):

Die NHT stellte der VG eine Wohnung günstigst zur Verfügung – bis zum Abriss : und das sind noch ein paar Jahre.

Wir als VG machen und finanzieren die Notsanierung (Installationen , FI Schalter, Kamin etc.) mit Spendengeldern und und stellen es dann Familien bei Übernahme der Betriebskosten zur Verfügung. Für Geringverdiener ist das finanzierbar. So konnten z.B. in einer 4 Zimmer Wohnung 2 Familien einziehen, weitere Wohnungen wurden in Aussicht gestellt.

Das ist zwar nicht die Lösung der Leerstandskandal, aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Es entspricht unserer Idee, dass es uns wohl nicht gelingt, die Welt zu retten, es könnte

aber helfen, dass es ein bisschen weniger Elend gibt.

Wir bleiben daran: bei Wohnbaugesellschaftern, bei kirchlichem/pfarrlichem Eigentum, bei Privaten. Angefangen hat das mit dem Waldhüttl: Stift Wilten stellte und Gebäude und Gelände kostenlos/gratis zurVerfügung – mit einem Präcariumsvertrag (Bittleihvertrag). Wir sind dankbar und froh. Das war der Anfang.

23.3. 2026 J.W.